B+S
Denkmalgeschützte Industriehalle
Ort |
Bauherr |
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Fertigstellung |
Beschreibung
Der Bauherr plant auf dem ehemaligen Postgelände eine Projektentwicklung mit multiplem Nutzungskonzept zu realisieren. Die Bereiche Arbeiten, Wohnen, Kultur, Freizeit und Erlebnis sind im Zusammenspiel mit sozialen und medizinischen Einrichtungen Schwerpunkte der Nutzung des geplanten Stadtquartiers. Der von dem Architekturbüro Herzog & De Meuron erstellte Masterplan sieht auf dem Gelände die als Industriedenkmal und unter Denkmalschutz stehende Paketposthalle als zentrales Gebäude weiterhin vor.
Im unmittelbaren Nahbereich der Halle sind zwei 155 m hohe Türme sowie weitere Gebäude vorgesehen. Innerhalb der Halle erlaubt der Bebauungsplan unterhalb der Geländeoberkante eine kulturelle Nutzung, die bis in eine Tiefe von im Mittel ca. 21 m unter GOK reicht. Das Geländeniveau innerhalb der Halle soll weiterhin als öffentlich zugängliche Multifunktionsfläche erhalten bleiben.
Ziel der gutachterlichen Stellungnahme war eine Bewertung des Istzustands der denkmalgeschützten Paketposthalle sowie der Auswirkungen der geplanten Baumaßnahmen hinsichtlich der Standsicherheit, Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit der Halle. Zudem wurden Grenzwerte für maximal zulässige Differenzsetzungen definiert.
Besonderheiten
Die als Zweigelenkbogen ausgeführte Paketposthalle überspannt eine Länge von 146,8 m bei einem Bogenstich von 27,3 m stützenfrei. Damit ist sie die zum Errichtungszeitpunkt weitgespannteste Fertigteilhalle der Welt gewesen. Sie wurde als fugenloses Faltwerk realisiert. Die Halle weist in Bogenquerrichtung einen rippenartigen Querschnitt mit einer Rippenbreite von 4,37 m und einer Konstruktionshöhe von 2,75 m auf. In den Regelbereichen weisen die als Vollfertigteile mit Fugenverguss hergestellten Rippen außerhalb der Vergussfugen großflächig eine Dicke von nur 8,5 cm auf.