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Lahntalbrücke
Ort

Limburg, Hessen

Bauherr

DEGES und Hessen Mobil

Baufirma

Max Bögl Stiftung & Co. KG

Prüfingenieur

Univ.-Prof. Dr. Manfred Curbach, Dresden

Leistungen B + S

Nebenangebot, Tragwerksplanung (LPH 4+5)

Fertigstellung

2016

Länge

450,0 m

Konstruktionshöhe

variabel zwischen 2,50 m und 5,50 m

max. Stützweite

90,0 m

Brückenfläche

19.755 m²

Bauverfahren

Freivorbauverfahren

 

 

Beschreibung

Die Lahntalbrücke ersetzt das Vorgängerbauwerk aus den Jahren 1960-64, das in der Vergangenheit bereits mehrfach instand gesetzt und verstärkt werden musste und nunmehr das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat. Die Lahntalbrücke im Zuge der BAB A3 bei Limburg weist eine Länge von 450,0 m, eine Breite von 43,50 m zwischen den Geländern sowie eine Höhe über Tal von ca. 60,0 m auf.

Der Entwurf des Bauwerks (Konstruktionsgruppe Bauen Kempten mit Architekturbüro Karl + Probst München) ging 2008 als Siegerentwurf aus einem Realisierungswettbewerb hervor. Die getrennten Überbauten werden als gevoutete, längs vorgespannte Spannbetondurchlaufträger in Mischbauweise über sieben Felder mit Stützweiten 45,0 m - 60,0 m - 75,0 m - 90,0 m - 75,0 m - 60,0 m - 45,0 m geführt.

Der Überbauquerschnitt besteht je Richtungsfahrbahn aus zwei einzelligen Hohlkästen mit Konstruktionshöhen zwischen 2,50 m in Feldmitte und 5,50 m in den Innenstützenachsen, die durch die Fahrbahnplatte miteinander verbunden sind. Die Stützen sind je Überbau paarweise als Stahlbetonrundstützen angeordnet und in vier Achsen biegesteif in den Überbau eingespannt. Die Herstellung erfolgt als Nebenangebot im Freivorbauverfahren.

 

 

Besonderheiten

  • Das Bauwerk wurde nominiert für den Deutschen Brückenbaupreis 2018
  • Die Herstellung der Überbauten erfolgt mit Ausnahme der Randfelder im Freibauverfahren
  • Die Randfelder werden auf Traggerüst hergestellt
  • Die Bauwerkspfeiler sind bis zu 60,0 m hoch
  • Die Waagebalkenstabilisierungsstützen werden zunächst in den Überbau eingespannt, dann durch Längsschnitt getrennt. Anschließend werden Sie für die Herstellung der 2. Rückführungsfahrbahn querverschoben
  • Einsatz von 4 Freivorbaugeräten pro Waagebalken
  • Die ersten Innenpfeiler werden durch den Überbau gegen Ausknicken in Querrichtung stabilisiert

 

Veröffentlichungen

Sonnabend, S; Franz, S; Steinbrück, C; Kerschensteiner, M:
Verformungsberechnung der Lahntalbrücke Limburg.
In: Beton- und Stahlbetonbau 2016, Heft 2, S. 77-89

 

Sonnabend, S; Franz, S:
Spektakulärer Freivorbau in luftiger Höhe – Die Lahntalbrücke Limburg
In: Ingenieurbaukunst 2018, S. 136-143